Vortrag – Dem Himmel nah – Alltag und Religion der Tibeter in Amdo und Kham


Vortrag von Friedhelm Petrovitsch

 

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VHS – Veranstaltungsnummer: V183052

 

Östlich der Autonomen Provinz Tibet breitet sich in Westsichuan, Qinghai und Gansu das weite und hochgelegene Grasland von Amdo und Kham mit eigener Flora und Fauna aus. Nomaden betreiben Yak-und Schafzucht, leben in Zelten, ernähren sich von Buttertee, Tsampa und Joghurt. Ihr Buddhismus ist tibetisch geprägt, manchmal nicht fern von der alten Bön-Religion und Schamanen-Bräuchen.
Wohlhabende Tibeter ziehen es vor, in festen, nach alten Traditionen erbauten Häusern zu wohnen. Die Inneneinrichtung ist oft üppig und farbenfroh mit großen Räumen für ausgiebige Familien- und Clanfeste.
Nachwuchssorgen haben die zahlreichen Klöster mit manchmal weit mehr als 1000
Mönchen und Nonnen nicht. Bieten sie doch neben einem meditativen Leben die Möglichkeit, ein wissenschaftliches Studium in vielen Disziplinen mit abschließender Promotion zu absolvieren.
Nach den Verwüstungen durch die Roten Garden während der Kulturrevolution und dem letzten verheerenden Erdbeben in Sichuan mit mehr als 90 000 Toten spenden Gläubige bis zum heutigenTag großzügig, um alle Schäden zu beseitigen. Manche Klöster werden nach alten Plänen ganz wieder neu errichtet oder auch wegen des großen Pilgerandrangs erweitert.
Während die Nomaden eine einfache und zweckmäßige Kleidung tragen, schmücken sich wohlhabende Frauen zu Hochzeiten und Klosterfesten mit feinen Seidenkleidern, schwerem Gold- und Silberschmuck sowie Ohrgehängen und Halsketten aus Korallen, Türkisen und Bernstein.
Höhepunkte im Leben der Tibeter in dieser Region sind Tempelfeste, Reiterspiele, das Butterfest und ein eintägiges Fest zu Ehren des Königs Gesar, der die Tibeter vor den turko-mongolischen Stämmen retten konnte.
Um diese Region zu erkunden, darf man Höhen über 5000 m nicht scheuen. Das für Osttibet bedeutende Städtchen Litang liegt schon knapp über 4000 m hoch und ist damit einer der höchstgelegenen Orte der Welt.

 

Über den Referenten:

Friedhelm Petrovitsch, 1943 in Eschweiler bei Aachen geboren, besuchte dort das Gymnasium bis 1963, absolvierte in Bonn bis 1967 ein Philologiestudium und war von 1967-2009 im Schuldienst in Aachen, Köln und Eschweiler. Ein Freund schenkte dem Neunjährigen eine einfache Box zum Geburtstag. Seitdem ließ ihn die Fotografie nicht mehr los. Er nahm erfolgreich an Wettbewerben teil und präsentierte seine Fotos in Einzel- und Gruppen-Ausstellungen. Seit 2003 ist er vor allem in Süd-China zu den ethnischen Minderheiten unterwegs.


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