Going Global – Konfliktpotentiale Chinas


Vortrag von: Prof. Dr. Thomas Heberer, Uni Duisburg-Essen
präsentiert durch den Arbeitskreis Wirtschaft der GDCF Düsseldorf

Mit dem Machtantritt Xi Jinpings hat sich das außenpolitische Verhalten und Handeln Chinas gewandelt. Die Außenpolitik ist dabei sehr stark auf die innenpolitische Zielsetzung bis 2050 ausgerichtet. Bis dahin soll China ein “allumfassend modernisiertes Land” und Weltmacht gleichauf mit den USA sein. Diese Zielsetzung bringt China unweigerlich in Konflikt mit den Vereinigten Staaten. “Handelskrieg” ist nur eine Seite dieses Konfliktes. Das Konzept der “neuen Seidenstraßen” (One Belt, One Road) stellt dem US-amerikanischen ein chinesisches Globalisierungskonzept gegenüber. In Ostasien wiederum gibt es verschiedene Konfliktherde, die letztlich in einen militärischen Konflikt zwischen China und den USA münden könnten. Während sich der Konflikt mit Nordkorea um Kernwaffen zeitweise zu entspannen schien, zeichnet sich bislang keine Lösung für die Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer ab. Auch die Taiwanfrage bleibt virulent.

Neben Wirtschaftskonflikten und Marktkonkurrenz zeigen sich auch politische Interessen- sowie Wertekonflikte zwischen China und dem “Westen”. Der Vortrag versucht ausgehend von der innenpolitischen Zielsetzung die Hintergründe des außenpolitischen Verhaltens Chinas und die Interessen der involvierten Staaten zu beleuchten und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.

Über den Referenten:
Thomas Heberer ist Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas und Kodirektor des Konfuzius-Instituts “Metropole Ruhr” an der Universität Duisburg-Essen.

 

 


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