Powerpoint-Vortrag von Dr. Nora Sausmikat, Essen
Die Förderung von Zivilgesellschaft ist mittlerweile ein weltweit akzeptiertes Vehikel zur Förderung von Demokratie im Rahmen von Entwicklungshilfeprogrammen in Transformationsgesellschaften geworden. Dabei wird weder der Begriff „Demokratie“ noch der Begriff „Zivilgesellschaft“ hinterfragt. Die Übertragbarkeit des im westlichen Kontext entstandenen Konzepts der Civil Society auf autoritäre, paternalistisch geprägte Transformationsgesellschaften wie auf die VR China erscheint jedoch fraglich.
Die Begriffe „Zivilgesellschaft“ sowie „Civil Society“ wurden vor allem nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime durch osteuropäische Intellektuelle in den frühen 1980er Jahren rezipiert. Sie stammen jedoch aus einer Zeit der neuen sozialen Bewegungen (Habermas, Touraine) in Industrienationen, die neue politische Gelegenheitsstrukturen als auch eine verantwortungsvolle und ressourcenreiche Bürgergesellschaft zur Voraussetzung hatten.
In den kommunistischen Regimen übernahmen v.a. drei große Massenorganisationen die Vertretung der Interessen der Bevölkerung: Arbeiter-, Jugend- und Frauenorganisationen. Mit der Erodierung dieser Organisationen und der Herausbildung neuer Interessengruppen wurden auch neue gesellschaftliche Partizipationsräume eingefordert.
Veranstaltungsdaten
• Termin: Donnerstag, 14. Mai 2009
• Zeit: 19.30 Uhr
• Ort: Internationales Bildungszentrum "Die Brücke" der VHS Düsseldorf, Kasernenstr. 6, Vortragssaal 3. Etage
• Eintrittspreis: 3,- €, GDCF-Mitglieder frei
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