Diavortrag von Dr. Hans-Wilm Schütte, Hamburg
‚Die Große Mauer’: Wer die schlichten Worte sagt, wird verstanden. Die große Mauer ist eben die chinesische, Hauptsehenswürdigkeit des Landes, Attraktion von weltweiter Ausstrahlung, Symbol für das Reich der Mitte und legendenumwoben. Seltsam nur: Verlässliches ist über die gewaltige Grenzbefestigung kaum bekannt. Wie lang ist sie? Wann ist sie entstanden? Wie sieht sie aus, wo sie nicht, wie bei Peking, restauriert wurde? Im Frühjahr 2001 bereiste der Referent die Mauer von Westen, wo sie sich im Wüstensand verliert, bis nach Osten, wo sie auf den Bohai-Golf stößt. Was er dabei entdeckte, war spannend genug, damit ein Buch zu füllen. Eine für Fachleute nicht ganz unerwartete Erkenntnis vorweg: ‚Die’ chinesische Mauer gibt es gar nicht. Allein auf der dreiwöchigen Recherchereise bekam der Referent Mauerruinen aus vier Dynastien zu Gesicht, die ältesten von 300 vor Christus, die jüngsten von 1587.
Der Vortrag stellt diese Mauern im Bild vor, berichtet von der Reise und fasst die wichtigsten neuen Erkenntnisse zur Geschichte der Grenzbefestigungen Chinas zusammen.Das Buch ‚Chinas große Mauer’ erschien im August 2002 im Orbis-Verlag München.
Veranstaltungsdaten
• Termin: Donnerstag, 06. September 2007
• Zeit: 19.30 Uhr
• Ort: Internationales Bildungszentrum "Die Brücke" der VHS, Vortragssaal/Raum 312, Kasernenstr. 6, Düsseldorf
• Eintrittspreis: 3,- €, GDCF-Mitglieder frei
» zur Veranstaltungsübersicht
