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2016

GDCF-Reise 2016 in den unbekannten Nordosten Chinas und nach Nordkorea

 

 

Unsere Reisegruppe mit chinesischen Studenten und Lehrkräften der Shenyang Universität bei der Einweihung des Waldes der Deutsch-Chinesischen Freundschaft.

 

 

 

Einen Reisebericht über Nordkorea schrieb unser Mitglied Brigitte Ehrlich und ist hier, oder in der DDP 101, nachzulesen: Reisebericht 2016 von Brigitte Ehrlich

 

Reisebeschreibung von 2016:
In diesem Jahr feiert die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Düsseldorf e.V. ihr 40jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass planen wir für unsere Mitglieder und Freunde eine außergewöhnliche Reise ins Reich der Mitte. „Dongbei“, der unbekannte Nordosten Chinas und die Demokratische Volksrepublik Korea, besser bekannt als Nordkorea sind das Ziel dieser außergewöhnlichen Reise.

Am 09. Juli erfolgt die Anreise von Düsseldorf über Beijing nach Dalian. Nach der Ankunft geht es direkt ins Hotel. Abends ein erster Spaziergang durch die geschichtsträchtige Stadt, Am nächsten Morgen geht es mit dem Reisebus ins eineinhalb Stunden entfernte Lüshun. Dort steht die Besichtigung des “Dongjiguan Shan” dem östlichen Hahnenkamm-Berg auf dem Programm. Hier tauchen wir in die neuere Geschichte Chinas ein, war dieser Ort doch das Zentrum des ersten chin.-japanischen Krieges im Jahr 1895 und des japanisch-russischen Krieges im Jahr 1904.

Wir besichtigen das Lüshun-Museum, das für seine alte Bronzeartefakte, Porzellan, Kalligraphie und Malerei bekannt ist. Nach dem Mittagessen geht es zurück nach Dalian. Dort bummeln wir über den Xinghai-Platz, mit 1.76 Millionen qm2 soll das der größte öffentliche Platz sein. Ein gemütlicher Spaziergang im Donghai-Park direkt am Meer gelegen, rundet den Tag ab.

Die ca. zweistündige Fahrt mit dem chinesischen Hochgeschwindigkeitszug am nächsten Morgen von Dalian nach Shenyang ist nicht nur für technisch Interessierte ein Erlebnis. In Shenyang besichtigen wir den Kaiserpalast der Mandschuren, welcher im Jahr 1636 erbaut wurde. Danach geht es weiter zur ehemaligen Residenz des Warlords Zhang. Nach dem Sturz der Qing-Dynastie zerfiel China beinahe, viele Generäle aus der Kaiserzeit herrschten über ihre Einflussgebiete. 1928 wurde Zhang von Japanern ermordet. Ab 1931 befand sich ganz Nordostchina unter der Kontrolle der Japaner, Puyi, der letzte Kaiser der Qing-Dynastie wurde von ihnen als Marionettenkaiser für Mandschukuo eingesetzt. Nach dem Mittagessen geht es weiter zum “Bei Ling”, dem nördlichen Kaisergrab, dem Mausoleum von Abahai, dem Gründer der Qing-Dynastie.
Am Abend Empfang durch das GDCF Büro in Shenyang mit einem typischen Abendessen. Wer möchte kann sich im Anschluss daran mit chinesischen Kunststudenten der Lu Xun Kunstakademie treffen.

Am nächsten Tag geht es weiter ins ca. 300km entfernte Changchun. Hier besichtigen wir den “Kaiserpalast” von Puyi (1906-1967). Puyi wurde mit drei Jahren Chinas letzter Kaiser(1909-1911). Nach dem Sturz der Dynastie durfte er bis 1925 im Kaiserpalast in Peking wohnen bleiben. Danach verbrachte er viel Zeit in der ausländischen Konzession von Tianjin, bis die Japaner aus ihm den Marionettenkaiser von Mandschukuo in Changchun machten(1934-1945). Am Abend erkunden wir die Stadt auf eigene Faust.

Heute fahren wir ins Naturschutzgebiet Changbaishan. Das Changbai Shan-Gebirge ist berühmt für seine Fauna und Flora sowie Landschaft. Wir besichtigen den “Tianchi”, den Himmelssee, welcher auf einer Höhe von 2189 m über dem Meeresspiegel liegt. Gleich drei Flüsse entspringen aus dem Tianchi. Die folgnden zwei Nächte übernachten wir in Changbai Shan. Am folgenden Tag genießen wir noch einmal die unberührte Landschaft mit Wasserfall und Urwald bei einem Ausflug in die Berge.

Von Changbaishan geht es weiter nach Jingpo Hu. Der Jingpo Hu-See ist knapp 80 qkm groß und bekannt für seine schöne Landschaft. Wir machen eine Schifffahrt auf dem See und besichtigen den Diaoshuilou-Wasserfall. Übernachtet wird im nahegelegenen Mudanjiang. Von dort geht es am nächsten Tag ins ca. 300km entfernte Harbin. Nach der Ankunft besichtigen wir die russisch-orthodoxe Sophia-Kathedrale, die im Jahr 1932 fertig gestellt wurde. Die Kirche zeichnet sich durch ihren Mischstil (byzantinisch, romanisch, russisch) aus und zählt zu den größten Kirchen im Fernen Osten. Nach der Besichtigung schließt sich ein Sparziergang in der historischen Fußgängerzone “Zhongyang Dajjie” mit ihren schönen und alten Gebäuden an. Ein Highlight dürfte der Besuch des bekannten Safariparks mit den berühmten Sibirischen Tigern sein. Abends versuchen wir einen Besuch eines Konzerts in der Philharmonie zu organisieren.
Am nächsten Morgen geht es zur letzten Station unserer Reise, nach Qiqihar, Nach der Ankunft besichtigen wir das Zhalong Feuchtland. Mit 210tausend Hektar ist das Gebiet bekannt als Vogelparadies. Auch steht heute der Besuch des Wanshan-Tempels auf der Mondinsel auf dem Programm, bevor es am nächsten Tag mit dem Flieger zurück nach Beijing geht. Von dort geht es dann wieder zurück nach Deutschland, bzw. individuelles Verlängerungsprogramm,

 

Verlängerung Nordkorea:

Alle Teilnehmer die an unserem Abstecher nach Nordkorea teilnehmen, besichtigen am Morgen zunächst die Mingyue-Inseln. Danach fahren wir mit dem „Superschnellzug“ von Qiqihar nach Shenyang.
Am nächsten Morgen fliegen wir dann in ca. zwei Stunden nach Kaesong. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel, wo wir für die kommenden drei Nächte einquartiert sind. Am folgenden Morgen besichtigen wir die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Suedkorea (DMZ). Hier wurde am 27.07.1953 der Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet und damit die Grenze zwischen Nord- und Südkorea festgelegt. Nach dem Mittagessen besichtigen wir das Koryo Museum, um die alte Geschichte der Koreaner kennenzulernen. Zurück in Pyongyang besuchen wir das Grossmonument Mansudae und Mangyongdae Geburtshaus des Präsidenten Kim Il Sung(“Großer Führer”). Zum Schluss Besuch eines Schülerpalastes mit musikalischer Darbietung.

Am nächsten Tag fahren wir ins Myohyang-Gebirge, Hier besichtigen wir die Internationale Freundschaftsausstellung (Geschenke für den “Großen Fuehrer” Kim Il Sung). Zurück in Pyongyang besichtigen wir das Kriegsmuseum (“Museum über den Sieg im Vaterländischen Befreiungskrieg”), eine sehr plastische und aufwendige Ausstellung. Anschließend besichtigen wir noch den 170 Meter hohen Juche-Turm, Geschenk des „Geliebten Führers Kim Jong Il für den Vater Großen Führer Kim Il Sung zum 70. Geburtstag. Ein lohnenswertes Fotomotiv ist auch das Denkmal der Parteigründung. Zum Schluss werden wir noch die U-Bahn kennenlernen.

Am folgenden Tag besichtigen wir den Turm der koreanisch-chinesischen Freundschaft und den Triumphbogen. Danach fahren wir zum Flughafen und nehmen den Flug nach Shenyang.
Nach Ankunft in Shenyang besichtigen wir das Provinzmuseum das ganz wertvolle Rollbilder aus der Tang- und Song-Dynastien (7. – 12. Jh. n. Chr.) ausstellt. Die Nacht verbringen wir in Shenyang bevor es am nächsten Morgen zurück nach Beijing geht. Von dort Rückflug nach Deutschland bzw. individuelle Verlängerung. (PS wir versuchen eine Strecke China – Korea mit dem Zug zu realisieren).